A 14 - Die "Kanzlerautobahn" gegen jede Vernunft!

 

1,4 Mrd. Euro und über 20 Naturschutzgebiete sollen für eine nutzlose Autobahn geopfert werden

 

Die A 14 - auch "Kanzlerautobahn" genannt (weil sie von Gerhard Schröder im Wahlkampf versprochen wurde) - soll von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin verlängert werden. Sie verläuft weitgehend parallel zu den vorhandenen Bundesstraßen B 189 und B 5. Das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt schätzt die Baukosten für die gesamte A 14 auf 1,3 Mrd. Euro - ohne Schutzwälle, geräuscharmen Straßenbelag, Aufforstung, Naturschutzmaßnahmen, Ausbau zur Erhaltung der derzeitigen Verbindungswege für Anwohner und Landwirtschaft, sowie etwaiger Abfindungs- bzw. Enteignungskosten.

 

Die A 14 wird nicht durch verkehrlichen Bedarf begründet: Der Bundesverkehrswegeplan prognostiziert für 2015 lediglich 16.000 KFZ pro Tag. Auch kann sie keine wirtschaftlichen Impulse geben: Regionalwirtschaftliche Studien zeigen, dass Straßenbau nur bestehende Wachstumskerne, nicht aber Räume wie die Altmark und die Prignitz stärkt.

 

Aus Sicht des Naturschutzes ist die A 14 eines der problematischsten Projekte des Bundesverkehrswegeplanes 2003: Sie durchquert oder beeinträchtigt 14 NATURA 2000-Gebiete, 12 FFH-Vorschlagsgebiete und zwei EU-Vogelschutzgebiete. Diese Naturräume gehören zum europäischen Biotop-Netz Natura-2000 und sind durch europäisches Recht besonders streng geschützt. Die Autobahn wird dieses Netz beschädigen, den Lebensraum vieler seltener Tiere und Pflanzen unwiederbringlich zerstören. Artensterben und andere unabsehbare Schäden für die Natur sind die Folgen.

 

Alternative: Ausbau schneller, billiger, verträglicher

 

Anstelle der Autobahn sollte ein verkehrsträgerübergreifendes Konzept für Norddeutschland entwickelt werden, das die Schiene und den öffentlichen Nahverkehr stärkt. Die parallelen Bundesstraßen B 5, B 106 und B 189 können bedarfsgerecht ausgebaut werden. So würde viel Geld gespart, wertvolle Naturräume geschont und den Menschen entlang der Trassen wäre schneller geholfen.

 

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