Null-Plus-Variante

 

Erstmals in der Geschichte des Autobahnbaus hat der Bundestag wegen des als sehr hoch eingestuften Umweltrisikos entlang der Trasse für die A 14, einen so genannten „Naturschutzfachlichen Planungsauftrag“ den Planern der Autobahn als Basisvoraussetzung erteilt.

 

Dieser hebt die Bedarfsanerkennung bis zur Lösung des Konfliktes zwischen Naturschutz und Straßenbau auf und schließt u.a. ein, dass Alternativen zum Autobahnbau, wie der Ausbau des vorhandenen Straßennetzes, ergebnisoffen untersucht werden. Damit wird der verkehrsgerechte Ausbau der bestehenden Bundesstraßen B 189, B 5 und B 106 als Null-Plus-Variante bezeichnet.

 

Genau diese Untersuchung jedoch haben die Planer bisher unterlassen. Anstelle der eigentlich erforderlichen Prüfung, wurde folgende Variante untersucht:

 

Abriss der bestehenden Bundesstraßen (B 189/B 5), Neubau der A 14 auf deren Trassen und Neubau der Bundesstraßen neben der A 14. Das Ergebnis war logischer Weise, dass diese Variante teurer und naturunverträglicher ist als der geplante Neubau der A 14 auf einer neuen Trasse. Wer hätte das gedacht!

 

In einer Bewertung von Prof. Becker von Der TU Dresden (vollständiges Untersuchung hier auf unsere WEB-Seite) kam er zu folgenden Ergebnis:

Die vorliegende Untersuchung der Null-Plus-Variante mag fachlich in allen Facetten „belegbar und exakt sein“ – sie ist durch die Vorgaben verzerrt. Im englischsprachigen Raum sagt man dazu: „true, but unfair“. Das Ergebnis entspricht dem. Aus gesellschaftlicher Sicht (und aus wissenschaftlich-neutraler Sicht) kann ein solches Vorgehen nicht befriedigen.

 

 

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